Dysfunktionale Familie: Merkmale und Konsequenzen

Der Begriff "Dysfunktionale Familie" bedeutet eine katastrophale Lebensgemeinschaft, die durch Fehlfunktion gekennzeichnet ist. Die zerstörende Wirkung zeigt sich aber nicht sofort, sondern wenn destruktive psychologische Auswirkungen auf Kinder an den Tag kommen.

 

Dysfunktionale Familien wirken oft nach außen wie ganz normale, glückliche Familien. Innerlich ist aber jedes Familienmitglied unglücklich. Aber da jeder Familienangehörige nicht versteht, was die Ursache ist, gibt jedes Familienmitglied sich gegenseitig Schuld.

Merkmale

  • Mangelndes Vertrauen und fehlende Sicherheit.
  • Mangel an Liebe und Zusammenhalt.
  • Starkes Machtgefälle: Ein Elternteil ist autoritär und der andere ist finanziell oder emotional abhängig. 
  • Geringe Kommunikation zur Konfliktlösung: Meinungsverschiedenheiten eskalieren im Streit.
  • Wenn-Dann-Liebe, die keine Unterstützung der Kinder bedeutet. Vernachlässigung von Bedürfnissen und Wünschen der Kinder. Verbaler, körperlicher oder sexueller Mißbrauch ist ein Teil des Familienverhaltens. Die Eltern oder ein Elternteil lässt sich sein Ärger und seine Frustration an dem eigenen Kind auslassen und wird gewalttätig. Das Kind wird entweder / und zum Prügelknaben oder es ist allein im Kinderzimmer gesperrt. In der Regel gibt es mindestens ein Elternteil dem Partner oder dem Kind die Schuld an der eigenen Unzufriedenheit.

              - Fallbeispiel 1: Eintrag ins Mitteilungsheft an die Schule von Kindesvater: "Mein Sohn war heute sehr boshaft; ich halte ihn selbst nicht mehr aus.“ 

              - Fallbeispiel 2: Der Vater schlägt das Kind Zuhause und damit keiner dies erfährt, zahlt er dem Kind 40 Euro.

  • Überschreitung von Grenzen der einzelnen Familienmitglieder: Eigentum und Privatsphäre wird daher häufig nicht respektiert.

              - Fallbeispiel 1: Eine erwachsene Frau berichtete, wie ihre Mutter Geschenke, die sie als Kind erhalten hatte, wegnahm und für sich beanspruchte. Ohne jegliche Erklärung.

              - Fallbeispiel 2: Ein anderer Mann erzählte, wie seine Mutter in seiner Abwesenheit in seinen persönlichen Sachen rumkramte. 

  • Familienwerte und -Regeln sind starr und unlogisch: Was dem einen erlaubt wird, ist dem anderen untersagt. Nicht selten bekommt ein Kind die Rolle des Sündenbocks und ein anderes - die Rolle des Engels. 
  • Schlechte Vorbildfunktion der Eltern: Insbesondere betrifft dies die Eltern, die aufgrund von Selbstentfremdung und ungelösten inneren Konflikten nicht in der Lage sind, selbst ein erfülltes Leben zu führen. Da die Kinder meist durch Beobachten und Nachmachen lernen, verinnerlichen sie rund um 10% durch die Erziehungsmaßnahmen: "Tu dies, tu jenes" und die restlichen 90% beherzigen die Kinder durch das Vorbild der Eltern. 
  • Mangel an emotionalem Verständnis und emotionaler Wärme: Keine Umarmungen, Wangenküsse, kein Kuscheln und Lob sowie keine Anerkennung. Aber Kritik, Verspottung und Abwertung stehen im Vordergrund.
  • Rollenumkehrung: Insbesondere, wenn ein Elternteil abhängig ist (vom Partner, von Alkohol, etc.) und nicht in der Lage ist seine Rolle als Vater oder Mutter zu erfüllen. In dem Fall ist das Kind genötigt die Elternrolle zu übernehmen. Die Verhältnisse stehen Kopf, denn die Bezugsperson ist nicht für das Kind da, sondern das Kind ist für die Bezugsperson. Solche Bindungen sind problematisch, weil sich das Kind nie wirklich von seinen Eltern lösen kann. 

Konsequenzen

  • Enorme Aggression durch die Bestrafung von Wutausbrüchen: Ein Kind, das zu extremen Wutausbrüchen veranlagt ist, ist ein innerlich verzweifeltes Kind, das sein Bedürfnis nach Liebe, Zuwendung und Mitgefühl zum Ausdruck bringt. Eltern, die den Schmerz des Kindes durch emotionale Vernachlässigung selbst produzieren, verschlimmern die Pein durch Bestrafung oder Gleichgültigkeit.
  • Diktat der Gefühle: So eine Vorgehensweise einem Kind gegenüber ist vollkommen unzuläßig: 

          -"Hör auf zu weinen" (bei Trauer)

          - "Jetzt lache wieder" (bei Wut oder Verstimmung)

          - "Hab dich nicht so" (bei Hemmungen).

  • Emotionaler Mißbrauch. Das heißt, dass es sich bei solchen Eltern nicht um das Wohlbefinden des Kindes handelt. Im Gegensatz dazu möchten solche Eltern ihre Ruhe von Kindern ausleben.

          Beispiele der elterlichen Hinweisen:

         - Höre auf zu weinen!

         - Ärgere dich nicht!

         - Deine Gefühle sind falsch und unangemessen.

       Als Folge wird das Kind seine Gefühle unterdrücken, sich selbst nicht mehr verstehen und es verliert die innere Orientierung im Leben.

  • Abwertige Vergleiche, die sich in solche Aussagen ausarten: "Du bist wie dein Vater / deine Mutter / dein Onkel / deine Oma". Solche Eltern erkennen die Einzigartigkeit des Kindes nicht an und werten es ab.
  • Keine emotionale Bindung zum Kind. Ein Kind braucht mindestens eine sichere Bindung zu einer Bezugsperson, um sich seelisch gesund entwickeln zu können.
  • Überforderung kommt oft bei denen Eltern vor, die selbst nicht mit dem Leben zurechtkommen, weil sie selbst als Kinder traumatisiert wurden. Solche Eltern versuchen eigene Aufgaben ihren Kindern zu übertragen. Das raubt dem Kind die Erfahrung einer unbeschwerten Kindheit.
  • Keine Anerkennung der Trauer. Wer das Trauern gelernt hat, kommt in angemessener Zeit über jeden Verlust hinweg. Aber die Personen, die die Trauer unterdrücken, tragen oft kumulierte und blockierte Trauer aus frühster Kindheit in sich sogar im Erwachsenenalter.
  • Spott zerstört das Selbstwertgefühl des Kindes.
  • Angststörung
  • Depression
  • Panik-Attacken
  • Gewichtsprobleme
  • Burnout
  • Einsamkeit.

Behüten Sie Ihre Kinder!

Schätzen Sie Ihre Ehe und Ihre Familie!

Begehen Sie keine Dummheiten!

       Live Stylish!

      Stay Healthy!

        Eat Organic!

                                                            Be Natural!

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Comments: 19
  • #1

    Lindsey (Wednesday, 21 June 2017 20:43)

    Oh wow, great post. Thank you so much for sharing! And thank you for stopping by my site too.

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  • #2

    Isy (Wednesday, 21 June 2017 22:01)

    Amaizing post!

    Bjxxx
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  • #3

    Lisa Russo (Wednesday, 21 June 2017 22:04)

    What a powerful post. Thank you.

  • #4

    Vika (Wednesday, 21 June 2017)

    Спасибо за очень интересный пост!

  • #5

    The Yum List (Thursday, 22 June 2017 03:05)

    Sadly there are too many children that are brought up in these families and unless serious intervention happens at a young age, they are likely to continue the cycle as adults.

  • #6

    Jana Zimmermann (Thursday, 22 June 2017 07:57)

    Guten Morgen, vielen lieben Dank für diese Aufstellung! Denn ich denke, viele Leute bewahren einfach den Schein nach außen, kapseln sich manchmal ab. Und kaum einer merkt, was innerhalb der Familie vor sich geht. Ich wünsche Dir einen schönen Tag. Liebe Grüße Jana

  • #7

    Kathy Leonia (Thursday, 22 June 2017 08:07)

    looks good;)

  • #8

    Joanna (Thursday, 22 June 2017 12:39)

    Interesting post. Thanks for sharing.

    Kisses

  • #9

    yesimlehertelden (Thursday, 22 June 2017 16:08)

    Good sharing,good informations..

  • #10

    Ashley (Thursday, 22 June 2017 17:15)

    Thank you for sharing this!

    -Ashley
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  • #11

    Carolina G. Ticala (Thursday, 22 June 2017 17:47)

    I love the work you do on your blog, I hope to see you on my blog very soon!!
    ���

  • #12

    Alice (Thursday, 22 June 2017 18:26)

    interesting post :)

  • #13

    NATALIA (Thursday, 22 June 2017 21:58)

    It's very interesting post. Thanks for information. Kisses

  • #14

    Rena (Thursday, 22 June 2017 22:07)

    Ich nicht alles verstehen. Ich habe eine deutsche Tante

    http://spicetki.blog.pl/

  • #15

    Fragmich (Friday, 23 June 2017 06:40)

    Liebe Shon, Sehr toller beitrag velen danke Für deine Artikle

  • #16

    Kathy Leonia (Friday, 23 June 2017 08:15)

    have a stunning friday:)

  • #17

    Kinga K. (Friday, 23 June 2017 09:04)

    Wonderful post,have a nice day :)

  • #18

    Rena (Friday, 23 June 2017 15:47)

    Oh, das ist sehr tragisch, wenn Kinder in solchen Familien aufwachsen. Auch aus meiner Arbeit in meiner Praxis weiß ich, dass das leider viel häufiger vorkommt, als man nur ahnt. Leider kenne ich auch Beispiele, dass Kinder sich auch im Erwachsenenalter nicht von solchen Mustern trennen können ... Danke für diesen sehr guten Post.
    xx Rena
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  • #19

    wir-testen (Friday, 23 June 2017 19:48)

    Eine gute Zusammenfassung eines sehr komplexen Sachverhaltes.
    Viele Grüße