Lemken: Die traditionelle Tracht

Dieser Beitrag wurde im Anschluß an den Artikel "Lemkos - The forgotten folk" verfasst.

 

Alle Kleidungsstücke von Lemken stellen ein Beweis für subtilen ästhetischen Geschmack ihrer Schöpfer dar. Die Forscher von Lemken unterteilten:

  • männliche und weibliche Kleidung
  • ähnliche aber doch geographisch unterschiedliche Kleidung.

Geographisch gesehen kann man die traditionelle Kleidung von Lemken in mehrere Gruppen aufteilen. Als Beispiel führe ich drei Gruppen der Bekleidung von Lemken in der Ukraine an.

 

Die erste Gruppe betrifft die Bekleidung von Lemken in allen Dörfern an der Grenze von Lemken zu Boykos (eines weiteren Volksstammes in den Karpaten). Die traditionelle Bekleidung vereinigt Motive der östlichen Lemken mit den Traditionen von Boykos. Dieses spiegelt sich besonders auf den Ornamenten der Stickerei von Hemden, Röcken und Streifen wieder.

 

Die zweite Gruppe umfasst zum Beispiel viele ukrainische Dörfer entlang der Grenze zur Slowakei.

 

Die dritte Gruppe betrifft die westlich lebenden Lemken, die sich durch eine andere Art der Volkskleidung auszeichnet. In dieser Tracht vereinen sich Slowakische und Tschechische Traditionen in den Damen- und Herrenbekleidungen. Dies ist ein typisches Merkmal von ganz anderen Verzierungen, die manchmal Lederstreifen und schmale Gürtel in der Hose, Beinbändern und Jacken beinhaltet.

Herrenbekleidung

Zu Herrenbekleidung von Lemken gehören:

  • Hemd aus dem weißen Leinenstoff an Feiertagen oder aus dem Hanfstoff im Alltag. Der Hemdkragen waren meist stagniert. Die Hemden waren wenig bestickt oder sie waren meistens mit roten und blauen Farben bestickt.
  • Hose für Sommer wurde aus dem Hanfstoff geschnitten. Zum Winter wurde die Hose getragen, die aus dem hausgemachten weißen Stoff gefertigt wurde. 
  • Gurt für die Feiertage wurde mit einem Prägemuster verziehrt und hatte die Breite von 20-25 cm. Ein Gurt für die Werktage war schmal und ohne Muster.
  • Weste, die aus dem schwarzen hausgemachten Stoff für den Alltag und aus dem blauen gekauften Stoff für Feiertage hergestellt wurde. Entlang die schmalen Kante gingen Verzierungen, die mit roten und grünen Farben bestickt wurden. 
  • Schuhe wie Sandalen oder Stiefel im Winter.
  • Hut für warmes Wetter und Mütze im Winter.
  • Oberbekleidung für jede Jahreszeit

               a) Hunka wurde in der Übergangssaison getragen. Dieser Mantel wurde aus dem weißen oder schwarzen Stoff geschnitten und hatte hinten zwei oder drei Falten. Die weiße Bekleidung wurde mit der schwarzen Schnur geschmückt, und die schwarze - mit der schwarzen und roten. 

               b) Serdak ist die Oberbekleidung für Winter. Einfacher Schnitt. Schwarze Farbe. 

               c) Chuhanya ist die älteste und meist bekannteste Oberbekleidung von Lemken. Dieser breite Mantel reicht bis unter die Knie. 

Damenbekleidung

Die Damenbekleidung von Lemken schloß folgende Elemente ein:

  • Hemd aus dem feinen Leinenstoff oder aus dem groben gekauften Stoff für die Arbeit. Die Stickerei bleibt bescheiden. 
  • Rock für Senioren in rot mit kleinen Blumen und für Jüngere - blumig, blau oder grün. Auf dem Stoff wurden drei Reihen von bunten Bändern genäht, so dass sie auf dem Rock über das Knie fiel. Im Winter trugen die Frauen Röcke aus weißen Wollstoff mit orangefarbigen Bändern.
  • Weste aus dem weißen, braunen oder blauen Stoff. Vorne gab es einen Ausschnitt, um eine Halskette sichtbar zu machen. Die Weste wurde am Rande mit roten und gelben Farben bestickt.  
  • Schürze aus dem roten Stoff, die etwas kürzer als der Rock selbst ist. Sie ist mit bunten Streifen unten verziert. In einigen Regionen wurden Schürzen mit zwei zusammen genähten Kopftüchern gemacht.
  • Gurt - weiß oder schwarz. 
  • Schmales Stück Stoff (Rubetz), das 2 m lang ist. Man faltete es sorgfältig und warf sich auf den Rücken. Seine Enden fielen vorne auf beide Hände herunter.
  • Kopftuch in Form eines Vierecks.
  • Schuhe oder Stiefel im Winter.
  • Oberbekleidung

          Kurtak wurde in der Übergangssaison getragen. Diese Oberbekleidung ähnelte männlicher Hunka. Wenn Kurtak weiß war, dann wurde er mit schwarzen und roten Farben verziehrt. Wenn der Mantel schwarz war, dann wurde er mit weißen Verzierungen geschmückt.

Stickerei

Besonders viel Wert legten Lemken auf die Stickerei auf ihrer Kleidung. Beispielsweise waren geometrische Muster in allen Regionen verbreitet. Sie zeichneten sich durch einfache Linien aus, deren Schnittpunkt und deren kombinierte Platzierung sowohl einfache als auch komplexe geometrische Motive darstellte. 

 

In den östlichen Regionen wurden männliche und weibliche Hemde mit Reihen von geraden und gebrochenen Linien sowie von Wellenlinien bestickt, deren Anzahl reichte von zwei bis neun. Es wurden zwei Prinzipien in Ornamenten verwendet: Entweder Einsatz nur von gebrochenen Linien oder rhythmische Wiederholung von geraden und gebrochenen Linien.

 

Auch Quadrate wurden in die Stickereimotive eingeführt. Eine weitere Rolle spielten Kreise. Sie wurden durch eine, zwei oder drei Linien eingerahmt sowie durch Zähne und Punkte ergänzt. Weniger beliebt waren Halbkreise mit den Zähnen. Zusätzlich wurden Dreiecke, Rauten, Kreuze, Borten, Rosetten und andere geometrische Muster eingesetzt. 

 

Die oben erwähnten geometrischen Motive in der Stickerei fanden sich in allen Regionen wieder. Der Unterschied lag an den Prinzipien der Kompositionsstruktur .

 

Am Ende des XIX Jahrhunderts gewannen Pflanzen- und Blumenornamente an Bedeutung. Zu besonderen Lieblingsthemen wurden der Baum des Lebens, Vasen, Äste, Bürsten. Man bestickte mit solchen Ornamenten Röcke, Westen und Kopftücher. Baumstämme waren meistens gerade. Sie wurden mit der Sonne abgeschlossen. Die Sonne wurde meist mit einfarbigen oder zweifarbigen Strängen (dunkelgrün, orange, rot und schwarz) bestickt.

Ein weiteres Merkmal der Stickerei erschließt sich in der Kombination von Pflanzen, geometrischen Ornamenten mit Tieren und Menschen. Zum Beispiel vermittelten solche geometrische Figuren von Frauen mit erhobenen Händen den Eindruck einer Tanzvorstellung. Oder mehrere weibliche Figuren mit den Händen nach unten erinnerten uns an Frauen, die sich an den Hände halten. 

 

Verschiedene Vögel, Hähne, Tauben und Hirsche waren oft geometrisch und linear skizziert. Sie waren häufig mit Blumen, Bäumen, Menschen, Zweigen und Sternen eingekreist. Besonders interessante Kompositionen stellen Vögel innerhalb der Krone dar.

 

Genannte Ornamente waren entweder einfarbig in rot, weiß, schwarz oder zweifarbig in rot und blau, rot und schwarz, weiß und rot. Seit den 20er Jahren des XX Jahrhunderts wurde die Stickerei polychrom. Gelb, blau, grün, rosa, orange unterlagen dem dominanten roten Thema.

In jeder Region herrschten unverwechselbare Farbakzente. So zum Beispiel dominierten rote und blaue Farben an der Grenze zu Boykos. In den an Polen grenzenden Regionen wurde häufiger der weiße Stickgarn verwendet.

 

Das Farbspektrum der Stickerei hängte auch mit seinem Zweck zusammen. Wurden bestickte Produkte für Urlaub, Hochzeit, Tod oder für Geschenke an die Kirche, für Kinder oder für ältere Menschen bestimmt, dann war die Farbe der Stickerei jedesmal anders.

 

Somit war die Kleidung für Kinder mit vorherrschender roter Farbe bestickt, da die Lemken an ihre magischen Kräfte glaubten. Stickerei mit dem weißen Stickgarn auf dem weißen Hemd einer Witwe hatte eine andere Bedeutung. Es war ein Symbol der Trauer. Während der Fastenzeit vor Ostern trugen Frauen Hemde, die mit schwarzen und blauen Farben bestickt wurden. 

Informationen sind von folgenden Internetseiten genommen:

 

 

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Comments: 7
  • #1

    Max (Sunday, 22 January 2017 16:44)

    Schöne Tracht und sehr volkstümlich.

  • #2

    Tatjana (Sunday, 22 January 2017 17:20)

    Ich liebe Tracht und volkstümliche Kleidung. Ich Nähe selbst und vielleicht gibt dieser Blog mir neue Ideen

  • #3

    Rina (Friday, 27 January 2017 06:47)

    I love seeing traditional garb worn by certain cultures!

    xoxo Rina Samantha
    http://www.andshedressed.com

  • #4

    Ruth (Monday, 30 January 2017 21:46)

    Cooler Blogpost!

  • #5

    Catherina Mcqueeney (Friday, 03 February 2017 21:12)


    I�m not that much of a internet reader to be honest but your blogs really nice, keep it up! I'll go ahead and bookmark your site to come back later. Many thanks

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